ERNST-MAY-PREIS 2017 Flexibles Wohnen in Frankfurt Ernst-May-Preis 2017 an Studierende der TU Darmstadt vergeben: Siegerentwürfe überzeugen durch hohe Funktionalität und raffinierte Grundrisse. Bei der Preisverleihung (v. l. n. r.): Mike Josef (Planungsdezernent Stadt Frankfurt), Monika Fontaine-Kretschmer (Geschäftsführerin Nassauische Heimstätte, Jury), Christian Eckes (1. Preis), Nathalia Nehm (1. Preis), Ulrich Müller (1. Preis), Prof. Dr. Elli Mosayebi (TU Darmstadt, Jury), Martin Hunscher (Leiter Stadtplanungsamt Frankfurt, Jury), Dennis Hofmann (Nassauische Heimstätte, Jury), David Hunter (1. Preis), Dorothee Glaab (Sonderpreis), Eva Mitterwieser (TU Darmstadt), Christine Sattler (Sonderpreis), Lena Unger (TU Darmstadt) und Claudia Meixner (Architektin, Jury). U N T E R N E H M E N F O RT S E T Z U N G I N T E RV I E W Gleichzeitig war es mir wichtig, mich über die Projekte in ganz Hessen, in Thüringen und den angrenzenden Bun- desländern, in denen wir tätig sind, zu informieren und deren besondere Problemlagen und Aufgabenstellungen kennenzulernen. Das ist eine wichtige Voraussetzung für mich, um die lokalen Bedürfnisse erfassen zu können. Wir sind ja an mehreren Standorten präsent, kennen die unterschiedlichen Bedarfe und können obendrein schnell „vor Ort“ sein. »Ich kenne die Unternehmensgruppe bereits einige Jahre und weiß, dass hier Stadtentwicklung auf sehr hohem Qualitätsniveau betrieben wird.« POLISVISION: Sie haben kürzlich in einem Interview den Satz geäußert: „Stadtentwicklung ist keine Mathematik mit nur einer zulässigen Lösung.“ Würden Sie diese Sentenz unseren Lesern näher erläutern? EICHBERGER: Auf die Stadtentwicklung wirken un- terschiedlichste Aspekte ein. Diese zusammenzuführen und in eine sinnvolle Beziehung zueinander zu stellen, ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die eine Abwägung der Belange erfordert. Je nachdem, was stärker gewichtet wird, ergeben sich viele verschiedene Lösungen. »Stadtentwicklung ist keine Mathematik mit nur einer zulässigen Lösung.« Grundsätzlich sehe ich es so, dass es dabei nie die einzig richtige gibt, sondern vielmehr bessere und schlechtere. Darunter können auch mehrere gute verfolgenswerte Lösungen sein, zwischen denen man sich entscheiden muss. Um dabei die jeweils Passende zu identifizieren, bedarf es des Austauschs mit allen Beteiligten: Bürgern, Politik und Verwaltung, sehr guter Ortskenntnisse und Erfahrung aus anderen Prozessen. Am Ende ist es die Aufgabe des Planers, in seiner Rolle als kompetenter Dienstleister den Entscheidungsträgern eine belastbare Grundlage zu liefern, die alle Chancen und etwaige Schwächen aufzeigt. Markus Eichberger Leiter Unternehmensbereich Stadtentwicklung ProjektStadt T 069. 6069-1507, markus.eichberger@nh-projektstadt.de 16 PolisVision 1/ 2018